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THEMA: Unbewehrte Betonwände

Unbewehrte Betonwände 27 Mär 2018 07:13 #63025

  • dahoizi
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  • Offline
Hallo Kollegen,

hat von euch jemand Erfahrung mit unbewehrten Wänden im Geschoßbau? Ich habe hier einen komplett betonierten Dreigeschoßer (Bauherr will betonieren, nicht mauern), bei dem die 18cm Innenwände (nur N vertikal) alle gemauert werden könnten. Wie sieht das praktisch aus, z.B.
- Rissbildung (kein Faserbeton)mit Hinblick auf gemalte oder verputzte Oberfläche
- Bewehrung bei Stürzen? Einfach gedachten bewehrten stur einlegen?
- Sonstige Konstruktionsregeln, wo man sagt "Pass auf, weil sonst..."

Sorry für die evtl. banale Frage, aber ich habe noch nie unbewehrte Betonwände ausgeführt und trau mich nicht ganz drüber.

Gruß
Sebastian
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Unbewehrte Betonwände 27 Mär 2018 09:07 #63027

  • sebwhite
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selber gemacht hab ich das noch nicht...

aber unter Typenstatik sollte dir geholfen werden können.
Die Frage ist meiner Ansicht ja aber nicht ob es hält (wird es ja offensichtlich), sondern was passiert, wenn es reisst (Zwang -> Die Wände hängen ja sicher alle zusammen) bzw. wer ist schuld.
Vielleicht will man auch nur schlankere höhere Wände (3m hohe 15er Wände)
Als Stürze kann man ja auch FT-Stürze einlegen... dann sieht mal halt innen das Lager...
Interessanter wirds beim Wand - Decken - Knoten -> (unbedingt trennen wie beim Mauerwerk).
Gibts Rolläden? Stell ich mir auch interessant vor für den Schalungsbauer dort Gurtwickelkästen zu schalen?

Ich denk der Architekt hat dem Bauherren was feines als vollminerealischen Bau mit tollen Sichtbetonoberflachen oder schönen glatten wänden (tapezierfertig) versprochen, die so meines erachtens nicht erzielbar sind.
Denn ich glaube nicht, dass unter Einbeziehung des Schalaufwandes ggü. dem Mauern mit KS/XL ein monetärer Vorteil zu Verzeichnen ist. Diesen Vorteil will man sicherlich durch Einsparungen im Putz / Spachteln ... erzielen. Denn auch eine StB Wand kann man Putzen (auch mit Gewebe).

Grüße,
Sebastian
Planung ist die Substitution des Fehlers durch den Irrtum.
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Unbewehrte Betonwände 27 Mär 2018 09:13 #63028

  • statiker99
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So was ähnliches hab ich schon gemacht, aber nur einzelne
Wandpfeiler bzw. relativ kurze Wände.

Komplett unbewehrte Wände anstatt Mauerwerk habe ich noch nicht
gemacht und habe das auch nicht vor.

Für mich nicht gelöst ist das Thema Risse / Sammelrisse.
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Unbewehrte Betonwände 27 Mär 2018 12:58 #63029

  • dahoizi
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Vielen Dank für die Bemerkungen - dann werde ich das mal bleiben lassen und auf bewährte (bewehrte) Konstruktionen zurückgreifen...
Danke
Sebastian
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Unbewehrte Betonwände 28 Mär 2018 08:10 #63033

  • markus
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hi,

schön, wenn du so einfach switchen kannst - ich muss mir immer
die babbn fusslig redn.
auch mit bew. wänden bist du nicht aller probleme enthoben und
stell dir vor, da gibts einen (zulässigen weil geplanten) riss ..
uiuiuiii ..
wie ist denn der erwartungshorizont von a+b?
weiss der a., dass er in so einem fall AF zu planen hat?
und .. rissüberbrückende deckschichten ebenso.
spätestens bei der verschriftlichung gibts an schroa :D

grüsse, markus
Markus L. Sollacher, Berat. Ing. BYIK
mlsollacherATt-onlinePUNKTde
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Unbewehrte Betonwände 04 Apr 2018 16:13 #63066

  • zeemann
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Eine interessante Alternative sind Fertigteilwände mit mittragender Ortbetonschicht.
Diese kann man in der Dicke auch auf 18 cm runterfahren (5+8+5 cm) und sind aus Transportgründen leicht bewehrt.

Damit haben wir schon Mal ein Doppelhaus in Schottenbauweise erstellt:
Giebelwände und aussteifende / tragende Innenwände in allen Geschossen in Beton.
Die Hauptaußenwände mit den großen Fenstern wurden dann als nichttragende Holztafelwände gebaut.

Decken ebenso mit Filigranplatten.

Das ging alles sehr schnell und die Baustelle war relativ trocken.
Preislich ist da kein großer Unterschied zum regulären Massivbau, da die Fertigbetonteile gut getaktet werden müssen.

Von Rissen habe ich nichts gehört oder gesehen.
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